Einführung
Ein Bericht in Power BI ist ein interaktives Analysewerkzeug, das Daten auf mehreren Seiten visualisiert und nutzergesteuert filterbar macht. Im Unterschied zum Dashboard, das nur eine Übersichtsseite bietet, erlaubt ein Bericht tiefgehende Analysen mit Visuals, Slicern und Drill-Downs.
Berichte werden bevorzugt in Power BI Desktop erstellt – hier entstehen Layout, DAX-Logik und Datenmodell in einer PBIX-Datei. Auch im Power BI Webservice können Berichte bearbeitet oder neu erstellt werden, v. a. bei bereits vorhandenen Datasets.
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In professionellen Szenarien trennt man Modell und Bericht: Das veröffentlichte Semantische Modell dient als zentrale Datenquelle, während sogenannte Thin Reports nur Visualisierungen enthalten.
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Power BI Berichte sind das Fundament jeder datenbasierten Entscheidung – flexibel, tiefgreifend und individuell anpassbar.
Sie fragen sich, wie ein Bericht konkret aussieht und was ihn ausmacht? Lassen Sie uns gemeinsam eintauchen!
Funktionsweise & Komponenten
Ein Power BI Bericht besteht aus mehreren Seiten, auf denen Daten durch interaktive Visualisierungen analysiert werden. Er wird bevorzugt in Power BI Desktop entwickelt und anschließend im Webservice veröffentlicht oder direkt dort bearbeitet.
- Visualisierungen: Diagramme, Karten, Tabellen und KPIs machen Daten verständlich und visuell greifbar. Jede Visualisierung ist mit einem Feld im Datenmodell verknüpft.
- Filter & Slicer: Ermöglichen gezielte Datenauswahl – z. B. nach Zeitraum, Region oder Produktgruppe. Slicer sind interaktiv und wirken seitenübergreifend oder gezielt auf bestimmte Visuals..
- Seiten (Pages): Ein Bericht kann mehrere Seiten enthalten, z. B. für unterschiedliche Fachbereiche oder Berichtsebenen (z. B. Übersicht → Detail).
- Berichts-Layout: Anordnung von Visuals, Textfeldern und KPIs zur Förderung der Lesbarkeit. Einheitliche Formatierung und Ausrichtung verbessern die Nutzererfahrung deutlich.
- Datenquellen: Die zugrundeliegenden Datenmodelle, die die Visualisierungen speisen.
- Interaktive Funktionen: Drill-Down, Drillthrough, Tooltips und bedingte Formatierung ermöglichen vertiefte Analysen mit nur wenigen Klicks.
- Veröffentlichung & Einbettung: Berichte werden im Power BI Webservice veröffentlicht und können:
- in Arbeitsbereichs- oder Organisations-Apps eingebunden werden,
- in Microsoft Teams, SharePoint, PowerPoint oder eigene Anwendungen eingebettet werden,
- oder über einen öffentlichen Link geteilt werden (ohne Zugriffsschutz).
Für die interne Freigabe ist in der Regel eine Power BI Pro-Lizenz, eine Premium per User (PPU)-Lizenz oder Zugriff über eine Microsoft Fabric-Kapazität erforderlich.
Berichte können auch ohne Programmierkenntnisse erstellt werden.
Daten werden geladen, modelliert, visualisiert und veröffentlicht – alles in einer integrierten Umgebung.
Eine strukturierte Berichtsseite hilft, die wichtigsten Kennzahlen sofort zu erfassen.
Anwendungsbeispiele
Wie sieht so ein Bericht nun im echten Leben aus? Hier ein paar typische Power BI Use Cases:
- Analyse
Tiefgehende Auswertungen mit Drilldown, Drillthrough und Zeitverläufen. Nutzer können Ursachen analysieren, Trends erkennen und Kennzahlen auf verschiedenen Ebenen untersuchen – vom Gesamtergebnis bis zur Einzeldatenzeile. - Steuerung
Plan-Ist-Vergleiche, Budgetkontrollen und Forecast-Berichte ermöglichen datenbasierte Steuerung in Echtzeit. Visualisierte Abweichungen und KPIs helfen, operative Entscheidungen fundiert zu treffen. - Monitoring
Kontinuierliche Überwachung von Prozessen, z. B. im Einkauf, der Logistik oder im Support. Visualisierte Schwellenwerte und automatisierte Aktualisierungen machen Entwicklungen frühzeitig sichtbar.
Berichte in Power BI vereinen Interaktivität und Tiefe – für alle, die Daten nicht nur sehen, sondern verstehen und nutzen wollen.
Self-Service BI bedeutet, dass jeder Anwender seine eigenen Berichte erstellen und anpassen kann – ganz ohne Spezialwissen.
Vor- & Nachteile
Berichte sind mächtige Werkzeuge – aber nicht ohne Herausforderungen. Lassen Sie uns die Vorteile und Nachteile betrachten:
- Interaktivität: Berichte bieten Drilldown, Drillthrough, Slicer, Filter und Tooltips – ideal für explorative Analysen direkt im Frontend.
- Tiefe: Mehrseitige Struktur, DAX-Logik und dynamische Visualisierungen erlauben tiefgreifende Analysen auf verschiedenen Aggregationsebenen.
- Wiederverwendbarkeit: Berichte können auf zentrale semantische Modelle aufsetzen (Thin Reports) und so standardisiert und modular gepflegt werden.
Natürlich gibt es auch einige Nachteile, die Sie kennen sollten:
- Komplexität: Die Vielzahl an Funktionen kann für Einsteiger überfordernd sein. Fehlerhafte Filterlogik oder schlecht gestaltete Layouts führen schnell zu Verwirrung.
- Lizenzabhängigkeit: Die Freigabe von Berichten im Power BI Service erfordert i. d. R. eine Pro-, PPU- oder Fabric-Lizenz – auch für die Empfänger.
- Pflegeaufwand: Berichte mit eigenen Datenmodellen müssen aktiv aktualisiert und gewartet werden – z. B. bei Datenquellenwechseln, DAX-Anpassungen oder Strukturänderungen.
Wichtig ist: Die Vorteile überwiegen meist deutlich – wenn die Berichte gut durchdacht sind!
Je einfacher der Bericht, desto schneller verstehen ihn alle Beteiligten – Komplexität ist selten ein Gewinn!
Best Practice
Wie holen Sie das Beste aus Ihren Berichten in Power BI heraus? Hier meine Best-Practice-Empfehlungen:
- Strukturieren: Verwende klare Seitentitel, konsistente Layouts und ein logisches Seitenkonzept – z. B. Übersicht → Detailanalyse → Drillthrough.
- Trennen: Modell und Bericht sollten getrennt gepflegt werden: Ein zentrales Semantisches Modell (Dataset), auf das mehrere Thin Reports aufsetzen, erleichtert Wartung und Governance.
- Vereinfachen: Vermeide überladene Seiten mit zu vielen Visuals. Nutze stattdessen gezielte Filter und aussagekräftige KPIs, um den Fokus auf das Wesentliche zu lenken..
Gute Berichte verbinden klare Informationsarchitektur mit technischer Wartbarkeit – für skalierbares Self-Service BI und saubere Governance.
Beziehen Sie Endanwender frühzeitig ein und testen Sie Berichte regelmäßig im Alltag.
Fazit
Power BI Berichte sind das zentrale Werkzeug für datengetriebene Analysen und Entscheidungen. Sie kombinieren interaktive Visualisierungen, tiefgehende Filterlogik und die Möglichkeit, komplexe Datenmodelle nutzerfreundlich darzustellen.
Ob als Detailanalyse für Fachbereiche, Steuerungsinstrument für das Management oder Monitoringlösung für operative Prozesse – Berichte lassen sich flexibel auf unterschiedliche Zielgruppen und Anforderungen zuschneiden. In Verbindung mit einem sauber gepflegten semantischen Modell bilden sie das Rückgrat einer skalierbaren Business-Intelligence-Architektur.
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Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag enthält Inhalte, die mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt wurden. Wir überprüfen alle Informationen sorgfältig auf Richtigkeit und Relevanz. Dennoch können Fehler oder Ungenauigkeiten nicht vollständig ausgeschlossen werden.

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