DAX, Measure, Semantikmodell, RLS, IBCS und mehr — das Nachschlagewerk für BI-Berater, Power-User und alle, die in Power BI einsteigen.
Eine betriebswirtschaftliche Methode, die Produkte, Kunden oder Prozesse nach ihrem Wertbeitrag in die Kategorien A (hoher Beitrag), B (mittlerer Beitrag) und C (geringer Beitrag) einteilt. In Power BI lässt sich eine ABC-Analyse mit Measures und Ranking-Funktionen umsetzen, um zum Beispiel die umsatzstärksten Produkte oder Kunden sichtbar zu machen. Verwandt mit dem Pareto-Prinzip, aber nicht identisch damit.
KonzeptEine Funktion im Power BI Service, mit der Berichte oder Dashboards automatisch und regelmäßig per E-Mail zugestellt werden — ohne dass die Anwendung manuell geöffnet werden muss. Nutzer legen fest, welcher Inhalt zu welchem Zeitpunkt an wen verschickt wird. Praktisch für Führungskräfte, die aktuelle Zahlen regelmäßig im Postfach benötigen, ohne selbst im Bericht zu navigieren.
ServiceEin Nutzungsszenario, bei dem einzelne Fachabteilungen — Vertrieb, Marketing, Personal — eigenständig mit Self-Service-BI-Werkzeugen wie Power BI analysieren, statt jede Auswertung über die zentrale IT anzufordern. Die IT stellt dabei die Plattform und den Rahmen bereit, die inhaltliche Analyse liegt bei der Fachabteilung selbst. Ein Zwischenschritt zwischen unkontrolliertem Self-Service und vollständig zentralisierter BI.
KonzeptZusammenfassung von Einzelwerten zu einem Gesamtergebnis — Summe, Durchschnitt, Minimum, Maximum. In Power BI wird die Standard-Aggregation pro Spalte in der Modellansicht festgelegt. Measures übersteuern die Standard-Aggregation mit eigener DAX-Logik.
KonzeptSammelbegriff für die zentralen Bausteine einer Power BI Lösung: Berichte, Dashboards, Semantikmodelle, Dataflows und Abfragen. Artefakte sind Objekte, die gespeichert, geteilt, weiterverwendet und verwaltet werden können. Der Begriff wird vor allem verwendet, wenn über Governance, Workspaces oder Deployment gesprochen wird, ohne einen bestimmten Objekttyp zu meinen.
KonzeptEine Eigenschaft einer Dimension — z. B. „Produkt-Kategorie" in einer Produktdimension. Attribute werden für Filter, Slicer und Achsen verwendet. Im Star-Schema stehen Attribute in Dimensionstabellen, nicht in der Faktentabelle.
KonzeptEin zusätzliches Visualisierungselement, das über den Microsoft-AppSource-Marktplatz heruntergeladen und in Berichte eingebunden wird. Benutzerdefinierte Visuals erweitern die Standard-Diagrammtypen von Power BI um zusätzliche Darstellungsformen, ohne dass Programmierkenntnisse nötig sind. Sie werden von Microsoft, Partnern oder unabhängigen Entwicklern bereitgestellt und lassen sich wie Standard-Visuals per Drag-and-drop einsetzen.
ToolEine per DAX-Formel berechnete Spalte, die im Datenmodell gespeichert wird und den Arbeitsspeicher belegt. Im Gegensatz zu Measures wird der Wert einmal beim Refresh berechnet und statisch gespeichert. Sinnvoll für Filterlogik; bei aggregierten Werten stattdessen Measures verwenden.
DAXEine oder mehrere Seiten mit Visuals, die auf einem einzigen Semantic Model aufbauen. Berichte sind das primäre Analyse- und Darstellungswerkzeug in Power BI. Im Service können Berichte geteilt, kommentiert und in Apps gebündelt werden.
ServiceDer übergeordnete Plan, wie ein Unternehmen Daten zur Entscheidungsunterstützung einsetzt. Eine BI-Strategie legt fest, welche Kennzahlen gemessen werden, wer Zugriff auf welche Daten hat und wie Berichte gepflegt werden. Ohne Strategie entsteht unkontrollierter Berichtswildwuchs — unterschiedliche Abteilungen arbeiten mit unterschiedlichen Zahlen und niemand weiß, welche Version verbindlich ist.
KonzeptEin gespeicherter Zustand einer Berichtsseite — Filter, Slicer-Auswahl, sichtbare Visuals. Bookmarks ermöglichen interaktive Navigation zwischen Ansichten innerhalb eines Berichts, ohne separate Seiten anlegen zu müssen. Nützlich für Storytelling-Pfade und Navigationselemente.
ServiceEin kostenloses Open-Source-Werkzeug von SQLBI (Marco Russo und Alberto Ferrari), das sich mit PBIX-Dateien und Analysis-Services-Tabular-Modellen verbindet. Bravo baut auf der Engine von Tabular Editor auf und vereinfacht typische Wartungsaufgaben am Datenmodell — etwa das Anlegen einer Kalender-Tabelle oder das Prüfen der Modellgröße. Besonders im Self-Service-BI-Umfeld nützlich, da keine Skriptkenntnisse erforderlich sind.
ToolDer Oberbegriff für Prozesse, Werkzeuge und Methoden, mit denen Unternehmen Rohdaten in entscheidungsrelevante Informationen umwandeln — von der Datensammlung über die Aufbereitung bis zur Visualisierung in Berichten und Dashboards. Power BI ist eines der verbreitetsten BI-Werkzeuge im Microsoft-Ökosystem. Ziel von BI ist immer dasselbe: fundierte Entscheidungen auf Basis von Daten statt Bauchgefühl.
KonzeptEine spezielle Tabelle im Datenmodell, die einen Satz von Berechnungsregeln (Calculation Items) definiert. Ein einzelner Slicer kann damit denselben Measure in verschiedenen Zeitintelligenz-Varianten zeigen — z. B. YTD, PY, Rolling 12M — ohne DAX-Duplizierung.
DAXDie zentralste DAX-Funktion. CALCULATE wertet einen Ausdruck in einem modifizierten Filterkontext aus. Filter-Argumente überschreiben oder ergänzen den bestehenden Kontext. Wer CALCULATE versteht, versteht den Filterkontext — und damit den Kern von DAX.
DAXDie Arbeitsfläche einer Power BI Berichtsseite, auf der Visualisierungen, Datenfelder und Filter platziert werden. Der Canvas ist der Ort, an dem aus Daten und Layout ein fertiger Bericht entsteht — vergleichbar mit einer leeren Leinwand, die frei gestaltet werden kann. Größe und Seitenverhältnis des Canvas lassen sich in den Berichtseinstellungen anpassen.
KonzeptDie Anzahl eindeutiger Werte in einer Spalte. Hohe Kardinalität (z. B. Bestellnummern) belastet den Speicher; niedrige Kardinalität (z. B. Wochentage) ist effizient. Power BI komprimiert Spalten besser, wenn die Kardinalität gering ist. Relevant für Modell-Performance und Speicherbedarf.
KonzeptEine einzelne Seite im Power BI Service mit angehefteten Kacheln aus verschiedenen Berichten und Datasets. Dashboards sind Überblicks-Werkzeuge ohne eigene Filterlogik. Sie sind kein Ersatz für Berichte — für tiefere Analysen geht man vom Dashboard in den Bericht.
ServiceData Analysis Expressions — die Formelsprache von Power BI, Analysis Services und Power Pivot. DAX definiert Measures, berechnete Spalten und Tabellen. Der Kern von DAX ist der Filterkontext: Jede DAX-Formel wird in einem Kontext ausgewertet, der durch Slicer, Filter und Beziehungen entsteht.
DAXKostenloses Open-Source-Werkzeug für DAX-Entwicklung, -Debugging und -Performance-Analyse. Verbindet sich direkt mit Power BI Desktop, Analysis Services und dem Power BI Service. Unverzichtbar für Performance-Optimierung und Verständnis von Abfrageplänen.
ToolZentrale, wiederverwendbare Datenvorbereitung in Power BI Service und Microsoft Fabric. Statt dass jeder Bericht eigene Transformationsschritte enthält, werden Daten einmal in einem Dataflow bereinigt und strukturiert — alle Berichte greifen auf dieselbe aufbereitete Quelle zu. Reduziert Wartungsaufwand und verhindert widersprüchliche Zahlen aus unterschiedlich transformierten Datenquellen.
KonzeptDas strukturierte Fundament jeder BI-Lösung: Tabellen, Beziehungen zwischen ihnen und die darauf aufbauenden Kennzahlen. Das Datenmodell entscheidet, welche Auswertungen möglich sind und wie schnell Berichte laden. Ein schwaches Datenmodell lässt sich durch kein Dashboard-Design kompensieren. In Power BI wird das Datenmodell im Semantikmodell gespeichert und verwaltet.
KonzeptEine dreistufige Beförderungs-Infrastruktur im Power BI Service: Entwicklung → Test → Produktion. Änderungen werden im Entwicklungs-Workspace getestet und dann kontrolliert in Produktion überführt. Reduziert das Risiko von Fehlern in produktiven Berichten erheblich.
ServiceEine beschreibende Tabelle im Star-Schema — Zeitdimension, Produktdimension, Kundendimension. Dimensionen liefern den Kontext für Fakten. Sie sollten wenige Zeilen, viele beschreibende Spalten und einen eindeutigen Primärschlüssel haben.
KonzeptBetriebsmodus von Power BI, bei dem Daten bei jeder Berichtsinteraktion live aus der Quelldatenbank abgefragt werden — statt einmalig importiert zu werden. Vorteil: Berichte zeigen immer aktuelle Daten ohne Refresh-Verzögerung. Nachteil: Ladezeiten hängen von der Quelldatenbank ab. Relevant für Echtzeit-Anforderungen oder sehr große Datenmengen. Gegenstück: Import-Modus.
KonzeptProofinity-Leistungsmodell für Unternehmen, die BI-Aufgaben vollständig auslagern möchten. Proofinity übernimmt Konzeption, Umsetzung, Betrieb und Weiterentwicklung — das interne Team nutzt die fertigen Berichte, ohne selbst in die Technik einzusteigen. Typische Leistungen: Analyse-Phase, Laufender Betrieb, Full-Service.
LeistungsmodellProofinity-Leistungsmodell für Unternehmen, die ihre BI-Kompetenz selbst aufbauen wollen. Proofinity begleitet, schult und gibt gezieltes Feedback — die eigentliche Umsetzung liegt beim internen Team. Ziel ist langfristige Unabhängigkeit statt dauerhafter Abhängigkeit von externen Dienstleistern. Typische Leistungen: Training, Coaching.
LeistungsmodellNavigation in die nächste Hierarchieebene innerhalb desselben Visuals. Ein Balkendiagramm zeigt Umsatz pro Jahr — per Drilldown öffnet sich die Quartalssicht, dann die Monatsansicht, ohne die Berichtsseite zu wechseln. Nutzer können selbstständig tiefer in Daten einsteigen. Setzt eine definierte Hierarchie im Datenmodell voraus. Verwandt, aber verschieden: Drillthrough.
KonzeptSprung auf eine separate Detailseite im Bericht beim Rechtsklick auf einen Datenpunkt. Ein Nutzer klickt auf einen Kunden in der Übersicht und gelangt auf eine Detailseite mit allen Transaktionen dieses Kunden — der gewählte Kontext wird automatisch mitgenommen. Anders als Drilldown wechselt Drillthrough die Berichtsseite vollständig. Besonders nützlich für operative Detailansichten neben strategischen Übersichten.
KonzeptEine Beziehung zwischen zwei Tabellen, bei der jeder Datensatz der einen Tabelle genau einem Datensatz der anderen Tabelle zugeordnet ist — und umgekehrt. Diese Beziehungsform ist im Vergleich zur gängigen 1:n-Beziehung selten und wird meist bewusst eingesetzt, etwa um Stammdaten von sensiblen Zusatzinformationen zu trennen. Damit Power BI die Beziehung korrekt herstellen kann, müssen die verknüpften Spalten eindeutige Werte und denselben Datentyp haben.
KonzeptDaten werden aus Quellen extrahiert, dann transformiert (bereinigt, strukturiert, angereichert) und erst danach in das Ziel geladen. Power Query ist das primäre ETL-Werkzeug in Power BI: Transformationen finden im Editor statt, bevor die Daten ins Semantikmodell geladen werden.
KonzeptDaten werden zuerst unverändert in die Zielumgebung geladen und dort transformiert. Im Power BI und Fabric-Kontext typischerweise über Dataflows oder Fabric-Pipelines umgesetzt. Geeignet für große Datenmengen, die in einer Cloud-Umgebung (z.B. OneLake) aufbereitet werden, bevor sie ins Semantikmodell fließen.
KonzeptEinbettung von Power BI Berichten in eigene Anwendungen, Websites oder Portale. Zwei Wege: „Im Web veröffentlichen" für öffentliche Einbettung ohne Authentifizierung; Embed-Token über REST-API für sichere, benutzerspezifische Einbettung mit eigener Authentifizierung.
ServiceEin Measure, das bewusst mit einer eigenen DAX-Formel angelegt wird — im Gegensatz zur impliziten Berechnung, die automatisch entsteht, wenn eine Spalte in den Wertebereich eines Visuals gezogen wird. Explizite Berechnungen erscheinen benannt im Feldbereich, lassen sich dokumentieren und in beliebigen Visuals wiederverwenden. Sie gelten als Best Practice, weil sie unabhängig von einzelnen Spalten funktionieren und eine konsistente Grundlage für Kennzahlen bilden.
DAXDie zentrale Tabelle im Star-Schema mit messbaren Ereignissen — Transaktionen, Umsätze, Mengen. Faktentabellen haben viele Zeilen und wenige beschreibende Spalten; die Beschreibungen kommen über Fremdschlüssel aus den Dimensionstabellen.
KonzeptDie Menge aller aktiven Filter zum Zeitpunkt der Auswertung eines DAX-Ausdrucks. Slicer, Berichtsfilter, visuelle Kreuzefilterung und CALCULATE-Argumente formen den Filterkontext. Das Verstehen des Filterkontexts ist die wichtigste Voraussetzung für korrekte DAX-Formeln.
DAXEin lokaler Dienst, der den sicheren Zugriff aus dem Power BI Service auf On-Premises-Datenquellen ermöglicht — SQL Server, Excel-Dateien auf lokalen Servern, Access-Datenbanken und andere lokal gespeicherte Quellen. Ohne installierten Gateway können Semantikmodelle im Service keine On-Premises-Daten aktualisieren. Verfügbar als Standard-Gateway (für mehrere Benutzer) und Personal-Gateway (für Einzelnutzer).
ServiceEin Diagrammtyp, bei dem die Gesamtheit jeder Kategorie auf 100 % normiert wird, sodass sich die relativen Anteile der einzelnen Gruppen über die Zeit ablesen lassen — unabhängig von den absoluten Werten. Jede Fläche steht für eine Kategorie, etwa eine Produktgruppe oder einen Vertriebskanal. Geeignet, wenn nicht die absolute Größe, sondern die Verschiebung von Anteilen im Vordergrund steht.
KonzeptEin weltweit eindeutiger Bezeichner aus einer 128-Bit-Zeichenfolge, meist dargestellt als Kombination aus Ziffern und Buchstaben (z. B. 3f2504e0-4f89-11d3-9a0c-0305e82c3301). In Power BI werden GUIDs zur eindeutigen Kennzeichnung von Objekten wie Workspaces, Berichten oder Semantikmodellen verwendet — auch wenn Daten aus unterschiedlichen Quellen stammen.
Regeln, Rollen und Prozesse, die sicherstellen, dass BI-Berichte verlässlich, sicher und konsistent sind. Governance legt fest: Wer darf Berichte veröffentlichen? Welche Kennzahlen gelten als verbindlich? Wie werden Zugriffsrechte vergeben und entzogen? Ohne Governance entstehen konkurrierende Berichte mit widersprüchlichen Zahlen — jede Abteilung arbeitet mit ihrer eigenen Version der Wahrheit.
KonzeptInternational Business Communication Standards — ein Regelwerk für einheitliche Geschäftsdiagramme. Klare Strukturierung nach Szenario (Ist, Budget, Vorjahr), einheitliche Farb- und Musterkonventionen (schwarz = Ist, grau = Vorjahr, weiß umrandet = Plan). In Power BI manuell über Theme-JSON und eigene Visuals umsetzbar.
KonzeptEine Berechnung, die automatisch entsteht, wenn eine Zahlenspalte in den Wertebereich eines Visuals gezogen wird — Power BI wendet dabei eine Standard-Aggregation wie Summe oder Durchschnitt an. Implizite Berechnungen sind schnell erstellt, aber an die jeweilige Spalte gebunden: Wird sie aus dem Visual entfernt, verschwindet auch die Berechnung. Im Gegensatz zu expliziten Measures lassen sie sich nicht dokumentieren, nicht wiederverwenden und nicht zentral verwalten — im professionellen Self-Service BI gelten explizite Berechnungen deshalb als Best Practice.
DAXDaten werden vollständig in das Power BI Datenmodell geladen und im Arbeitsspeicher gehalten (VertiPaq-Engine). Bietet die höchste Abfrage-Performance; Daten sind nur so aktuell wie der letzte Refresh. Gegensatz: DirectQuery (Live-Verbindung zur Quelle) oder Composite Mode.
KonzeptEin einzelner visueller Baustein auf einem Power BI Dashboard, der aus einem Bericht oder einer Visualisierung angeheftet wird. Kacheln zeigen Kennzahlen, KPIs oder Diagramme immer aktuell an und lassen sich frei auf dem Dashboard anordnen. Ein Klick auf eine Kachel führt in der Regel zum zugrunde liegenden Bericht mit den vollständigen Analysemöglichkeiten.
ServiceEine dedizierte Tabelle mit einem Eintrag pro Tag — Pflicht für Time Intelligence in DAX. Sie enthält Datum, Jahr, Quartal, Monat, Woche, Geschäftsjahr-Kennzeichen und weitere Zeitattribute. Ohne korrekte Kalender-Tabelle funktionieren DAX-Zeitfunktionen wie TOTALYTD oder DATEADD nicht zuverlässig.
KonzeptKennzahl, die den Fortschritt gegenüber einem definierten Zielwert misst. Der Unterschied zu einer gewöhnlichen Kennzahl: Ein KPI hat immer einen Zielwert und eine Bewertung (erreicht / im Zielkorridor / abweichend). Beispiel: Umsatz ist eine Kennzahl — „Umsatz ≥ 1,2 Mio. € im Quartal" ist ein KPI. In Power BI lassen sich KPIs als eigene Visualisierung darstellen, die Istwert, Zielwert und Trendrichtung auf einen Blick zeigt.
KonzeptDas Betriebsmodell, das Proofinity für seine Kunden umsetzt: Fachbereiche arbeiten eigenständig in Power BI (filtern, analysieren, eigene Auswertungen erstellen), während ein professionelles Fundament — Semantikmodell, Datenpipeline, Sicherheitsstruktur, Dokumentation — durch einen spezialisierten Partner gemanagt wird. Gegensatz: vollständiges Outsourcing (IT liefert fertige Berichte) oder vollständiger Eigenbetrieb (kein externer Support).
KonzeptEine DAX-Formel, die zur Laufzeit im aktuellen Filterkontext berechnet wird und keinen Speicherplatz im Modell belegt. Measures sind das Herzstück jeder Power BI Lösung: Umsatz, Marge, Wachstum, KPIs — alles wird als Measure definiert. Im Gegensatz zu berechneten Spalten werden Measures nicht gespeichert, sondern bei jedem Aufruf neu berechnet.
DAXMicrosofts integrierte Cloud-Plattform für Daten und Analysen, seit 2023 verfügbar. Fabric vereint Datenspeicherung (OneLake), Datenverarbeitung (Pipelines, Dataflows), maschinelles Lernen und Power BI unter einer gemeinsamen Oberfläche mit einheitlicher Zugriffskontrolle. Für Unternehmen bedeutet das: weniger Schnittstellenprobleme zwischen verschiedenen Datenwerkzeugen und eine gemeinsame Datenbasis für alle Analysen.
ToolEin visuelles, meist statisches Modell eines geplanten Power BI Berichts — mit Layout, Visuals, Farben und Icons, aber ohne echte Daten oder Interaktivität. Mockups helfen Fachbereich und Entwicklung, das Berichtslayout früh gemeinsam abzustimmen, bevor die eigentliche Umsetzung beginnt. Sie werden meist mit Design-Tools wie PowerPoint oder Figma erstellt, seltener direkt mit Platzhalter-Visuals in Power BI.
KonzeptEine Sicherheitsstufe, die den Zugriff auf ganze Tabellen oder einzelne Spalten einschränkt. Während RLS Zeilen filtert, verhindert OLS die Sichtbarkeit von Spalten oder Tabellen für bestimmte Rollen. Besonders relevant bei sensiblen Daten wie Gehältern oder persönlichen Informationen.
ServiceEine Power-BI-App, die Inhalte aus mehreren Workspaces bündelt und rollenbasiert an Zielgruppen verteilt. Im Unterschied zur klassischen Workspace-App entstehen dabei keine festen Kopien: Änderungen an Bericht oder Semantikmodell wirken sofort in der App, ohne erneute Veröffentlichung. Organisations-Apps verbessern Governance und Skalierbarkeit, weil Inhalte zentral gepflegt und über Audiences gezielt gesteuert werden können.
ServiceUnternehmensweite, JSON-basierte Design-Vorlagen für Power BI Berichte — sie legen Farben, Schriften, Logos und Diagrammformatierungen zentral fest. Statt dass jeder Bericht eigene Formatierungen erhält, greifen alle Berichte auf dasselbe Theme zu, wodurch ein konsistentes Erscheinungsbild über die gesamte Organisation entsteht. Änderungen am Theme wirken sich automatisch auf alle damit verknüpften Berichte aus.
KonzeptDas binäre Dateiformat von Power BI Desktop — enthält Datenmodell, Queries, Berichte, Visuals und Einstellungen in einer Datei. Nicht gut geeignet für Versionskontrolle mit Git, da binär. Für Source-Control besser das offene PBIP-Format (Power BI Project) verwenden.
ServiceDas offene, textbasierte Projektformat für Power BI Desktop — bestehend aus JSON/TMDL-Dateien für das Datenmodell und JSON-Dateien für Berichte. PBIP ist Git-kompatibel und ermöglicht Code-Reviews, Diffs und Branching. Empfohlen für alle professionellen Power BI Entwicklungen.
ServiceDie Datentransformations-Engine in Power BI, Excel und Fabric. Power Query verbindet sich mit Datenquellen, bereinigt und transformiert Daten und lädt sie ins Modell. Die visuelle Benutzeroberfläche erzeugt im Hintergrund M-Code, der direkt bearbeitet werden kann.
KonzeptDie funktionale Programmiersprache hinter Power Query. M-Skripte beschreiben Datentransformations-Pipelines — Quelle verbinden, Spalten bereinigen, Typen konvertieren, Tabellen verbinden. Im Gegensatz zu DAX arbeitet M auf Zeilen-Ebene vor dem Laden ins Modell.
KonzeptEin Lizenzmodell, das Premium-Funktionen — höhere Rechenkapazität, KI-Funktionen, häufigere Datenaktualisierung — nutzerbasiert statt kapazitätsbasiert bereitstellt. Statt einer teuren Kapazitätslizenz für die gesamte Organisation zahlen Unternehmen nur für die Nutzer, die tatsächlich Premium-Funktionen benötigen. Besonders für kleinere und mittlere Unternehmen ein sinnvoller Zwischenschritt zwischen Pro-Lizenz und voller Premium-Kapazität.
ServiceEin oder mehrere Felder, deren Werte in einer Tabelle eindeutig sind und jeden Datensatz zweifelsfrei identifizieren. Ein Primärschlüssel darf niemals leer sein und muss für jeden Datensatz einen Wert enthalten. In Power BI bildet er die Grundlage für Beziehungen zwischen Tabellen und verhindert doppelte oder mehrdeutige Zuordnungen.
KonzeptEin zeitlich und inhaltlich begrenzter Testlauf, mit dem geklärt wird, ob eine Idee grundsätzlich funktioniert — etwa ob Power BI die Anforderungen eines Unternehmens erfüllt oder Self-Service BI für eine bestimmte Fachabteilung passt. Ein PoC läuft mit echten Daten im echten Umfeld, aber mit überschaubarem Aufwand und Risiko. Er dient der Entscheidungsfindung, nicht dem produktiven Einsatz.
KonzeptEine Weiterentwicklung des Proof of Concept, bei der nicht mehr nur die technische Machbarkeit geprüft wird, sondern der konkrete geschäftliche Nutzen — etwa Zeitersparnis, Kostenreduktion oder Umsatzsteigerung — anhand echter Unternehmensdaten belegt wird. Während der PoC die Frage „funktioniert es?" beantwortet, klärt der PoV die Frage „wie groß ist der Nutzen?".
KonzeptEin erster, funktionsfähiger Entwurf eines Power BI Berichts, der zeigt, wie er aussehen und funktionieren könnte, bevor die finale Version entsteht. Prototypen machen Ideen früh sichtbar, ermöglichen Feedback und helfen, Anforderungen zu verfeinern — besonders wertvoll im Self-Service-BI-Umfeld, wo Fachbereiche eigene Analysen erstellen. Anders als ein Mockup ist ein Prototyp bereits mit echten oder repräsentativen Daten in Power BI Desktop umgesetzt.
KonzeptAktualisierung des Semantikmodells mit neuen Quelldaten. Im Power BI Service können Refreshes zeitgesteuert geplant werden (bis zu 8× täglich bei Pro-Lizenz, 48× bei Premium). Incremental Refresh ermöglicht die gezielte Aktualisierung nur neuer oder geänderter Daten, ohne das gesamte Modell neu zu laden.
ServiceEine Sicherheitsfunktion, die sicherstellt, dass Benutzer nur die Daten sehen, für die sie berechtigt sind. RLS-Regeln werden als DAX-Filter-Ausdrücke auf Tabellen definiert und im Service über Rollen-Zuweisungen aktiviert. Unverzichtbar bei mandantenfähigen Berichten oder Hierarchien (Vertriebsgebiete, Kostenstellen).
ServiceEin oder mehrere Felder, die zusätzlich zum Primärschlüssel als alternativer Zugriffsweg auf eine Tabelle dienen können — etwa eine Kundennummer oder Artikelnummer statt der internen ID. Anders als der Primärschlüssel muss ein Sekundärschlüssel nicht zwingend eindeutig sein, erleichtert aber die Suche und Verknüpfung nach fachlich gebräuchlichen Kennungen.
KonzeptDas Datenmodell hinter einem Power BI Bericht — Tabellen, Beziehungen, Measures, Hierarchien, Sicherheitsrollen. Ein gut gebrachtes Semantikmodell ist die Grundlage für korrekte, performante Berichte. Im Service wird ein Semantikmodell von mehreren Berichten gleichzeitig genutzt (Shared Dataset).
KonzeptEin BI-Ansatz, bei dem Fachanwender Daten selbstständig analysieren, eigene Berichte erstellen und Fragen beantworten — ohne jeden Schritt durch die IT-Abteilung leiten zu müssen. Power BI ist primär als Self-Service-Werkzeug konzipiert. Der Erfolg hängt von der Qualität des zugrundeliegenden Datenmodells ab.
KonzeptEine grobe, oft handschriftliche Designskizze am Anfang der Berichtserstellung — sie zeigt, welche Daten wohin gehören und wie ein Bericht später aussehen könnte, ohne bereits Farben oder exakte Werte festzulegen. Ein Sketch dient als kommunikatives Werkzeug zwischen Fachbereich und Umsetzung und hilft, die Informationsarchitektur zu klären, bevor die eigentliche Entwicklung in Power BI beginnt.
KonzeptInteraktiver Filter in Power BI Berichten, den Nutzer selbst bedienen können — ohne Programmierkenntnisse oder IT-Hilfe. Slicer können als Dropdown, Liste, Schieberegler (für Datumsbereiche) oder Schaltflächen dargestellt werden. Ein Klick auf „Region: Süd" filtert automatisch alle Visuals auf der Berichtsseite. Der offizielle deutsche Microsoft-Begriff lautet Datenschnitt.
KonzeptEine Datenmodellierungsstruktur, bei der Dimensionstabellen im Vergleich zum Star Schema weiter aufgeteilt und normalisiert werden — etwa wenn die Dimension „Produkt" zusätzlich in „Kategorie" und „Unterkategorie" aufgesplittet wird. Dadurch entsteht eine verzweigte Tabellenstruktur mit weniger redundanten Daten, aber mehr Tabellen und komplexeren Beziehungen. In Power BI wird meist das einfachere Star Schema empfohlen; ein Snowflake-Schema eignet sich für Modelle mit vielen, tief verschachtelten Hierarchien.
KonzeptDas empfohlene Datenmodell für Power BI: eine zentrale Faktentabelle, umgeben von Dimensionstabellen mit 1:n-Beziehungen. Das Star Schema ist für die VertiPaq-Engine optimiert und ermöglicht einfachere, korrektere DAX-Formeln als denormalisierte Tabellenstrukturen.
KonzeptEin externes Werkzeug zum effizienten Bearbeiten von Power BI und Analysis Services Modellen — ohne Power BI Desktop zu öffnen. Tabular Editor 3 (kostenpflichtig) bietet Best Practice Analyzer, C#-Skripting und automatisierte Modell-Checks. Tabular Editor 2 ist Open Source und kostenlos.
ToolDer Microsoft 365-Unternehmensmandant — die organisatorische Einheit, die alle Microsoft-Dienste eines Unternehmens umfasst: E-Mail, Teams, SharePoint und Power BI. Jedes Unternehmen hat genau einen Tenant. In Power BI ist der Tenant die oberste Ebene, unter der Workspaces, Berichte und Zugriffsrechte verwaltet werden. Der offizielle deutsche Microsoft-Begriff lautet Mandant.
KonzeptEin Bericht, der Datenmodell, DAX-Formeln, Beziehungen und Visualisierungen in einer einzigen PBIX-Datei bündelt — meist lokal in Power BI Desktop erstellt. Im Gegensatz zum Thin Report ist beim Thick Report alles an einem Ort, was die Entwicklung erleichtert, aber die Wiederverwendung des Datenmodells über mehrere Berichte hinweg erschwert. Gerade für kleinere Teams oder Einzelanwender im Self-Service BI weiterhin verbreitet.
KonzeptEin Bericht ohne eigenes Datenmodell, der sich stattdessen auf ein zentrales, bereits veröffentlichtes Semantikmodell im Power BI Service stützt. Thin Reports enthalten nur Visualisierungen und Layout; alle Daten und deren Logik liegen im gemeinsam genutzten Modell. Das ermöglicht mehreren Teams, dasselbe Datenmodell für unterschiedliche Berichte zu nutzen, statt es jedes Mal neu aufzubauen.
KonzeptEine Kategorie von DAX-Funktionen für Zeitberechnungen — YTD (Year-to-Date), PY (Previous Year), Rolling Average, Periodenvergleiche. Time Intelligence erfordert zwingend eine korrekte Kalender-Tabelle mit lückenlosem Datumsverlauf und markierter Datumsspalte.
DAXEine kleine, kontextbezogene Infobox, die beim Überfahren eines Datenpunkts mit der Maus zusätzliche Details anzeigt. Power BI zeigt standardmäßig einige Werte als Tooltip an, diese lassen sich aber anpassen oder durch eigene Tooltip-Seiten mit zusätzlichen Feldern und Mini-Visuals ersetzen. So können Zusatzinformationen bereitgestellt werden, ohne den eigentlichen Bericht zu überladen.
ServiceEin textbasiertes, menschenlesbares Format zur Definition von Power BI und Analysis Services Datenmodellen. TMDL ist Teil des PBIP-Formats und ermöglicht Git-Versionskontrolle auf Modell-Ebene — einzelne Measures, Tabellen oder Beziehungen können als Diff betrachtet werden.
KonzeptDie Auswahl und Anordnung von Schriften, Schriftgrößen, Zeilenabständen und weiteren Schriftmerkmalen in einem Bericht. Gute Typographie entscheidet mit, wie schnell Informationen gefunden und verstanden werden — nicht nur, wie ein Bericht aussieht. In Power BI lässt sich Typographie über Report-Themes zentral und konsistent festlegen, statt sie in jedem Textfeld einzeln zu definieren.
KonzeptEine ad-hoc-Formel, die direkt innerhalb eines Visuals erstellt wird — nicht im Datenmodell — und eine vereinfachte, an Excel angelehnte Formelsyntax verwendet. Visuelle Berechnungen werden über „Start → Neue visuelle Berechnung" angelegt und wirken sich nur auf das jeweilige Visual aus, nicht auf das Datenmodell oder andere Berichte. Geeignet für schnelle, lokale Auswertungen ohne dauerhaften Eingriff ins Semantikmodell.
DAXEin Baustein eines Power BI Berichts, der Daten in eine grafische Darstellung übersetzt — Balkendiagramm, Karte, KPI-Kachel oder Tabelle. Visuelle Elemente werden aus der Toolbox auf den Canvas gezogen und mit Datenfeldern verknüpft; jedes Element hat eigene Einstellungen für Achsen, Farben und Filter. Sie bilden gemeinsam die Grundlage jeder Berichtsseite.
KonzeptPraxisnahe oder strategische Dokumente zu Themen wie Self-Service BI, Governance oder Visualisierung, die sich an IT-Entscheider, BI-Verantwortliche und Power-BI-Fachleute richten. Whitepaper liefern fundierten Hintergrund für Entscheidungen, ohne den Umfang eines vollständigen Beratungsprojekts zu haben.
KonzeptEine einfache Strukturskizze eines Power BI Berichts, die zeigt, was wohin gehört, bevor Farben, Daten oder Design ins Spiel kommen. Anders als ein Sketch, der eher ideenskizzenhaft ist, oder ein Mockup, das bereits Design-Elemente zeigt, konzentriert sich der Wireframe rein auf die Informationslogik: Wo stehen KPIs, wo Filter, wo interaktive Bereiche. Nützlich, um Anforderungen früh greifbar zu machen und Feedback einzuholen, bevor die technische Umsetzung beginnt.
KonzeptEin kollaborativer Container im Power BI Service für Semantikmodelle, Berichte, Dashboards und Dataflows. Workspaces ermöglichen die Rollenverwaltung (Admin, Member, Contributor, Viewer) und sind die Grundlage für Deployment Pipelines. Der „Mein Arbeitsbereich" ist ein privater Workspace für persönliche Inhalte.
ServiceEine Schnittstelle, die den Zugriff auf ein Power BI Semantikmodell so ermöglicht, als wäre es ein Analysis-Services-Modell — über das XMLA-Protokoll (XML for Analysis). Damit lassen sich Werkzeuge wie SQL Server Management Studio, Tabular Editor oder DAX Studio direkt gegen das Modell verwenden, etwa für Governance, Debugging oder automatisierte Wartung. Lesezugriff steht immer zur Verfügung; Schreibzugriff erfordert Premium, Premium per User oder eine Fabric-Kapazität.
ServiceDer Auswertungskontext in DAX, der entsteht, wenn eine Formel Zeile für Zeile iteriert — z. B. in berechneten Spalten oder in Iterator-Funktionen wie SUMX, AVERAGEX. Im Zeilenkontext kann eine Spalte direkt referenziert werden. Der Zeilenkontext filtert keine Tabellen — dafür braucht es CALCULATE, das den Zeilenkontext in einen Filterkontext überführt.
DAXDas Glossar wird laufend erweitert. Wenn Sie einen Begriff vermissen oder eine Erklärung unvollständig ist, schreiben Sie uns — wir nehmen ihn in die nächste Aktualisierung auf.
Begriff vorschlagenDirekt am Anfang Ihrer BI-Journey — nach dem Ressourcen-Hub (Erkunden) folgt das Glossar (Verstehen). Die Folgemodule begleiten Sie bis zum professionellen Betrieb.
Videos, Templates und Checklisten: der strukturierte Einstieg in die Power BI Welt, bevor das eigene Projekt beginnt.
Modul ansehen50+ Power BI Begriffe mit Synonymen und MS Learn-Links, damit alle im Projekt dieselbe Sprache sprechen.
Sie sind hierDrei strukturierte Fragebögen und ein abgestimmtes Wireframe, bevor eine Zeile Code entsteht.
Modul ansehenDas leistungsstärkste Referenzmodell: Bus Matrix, parametrisierter Datenimport und vollständige Custom Function Library.
Modul ansehenAlle 5 Sicherheitsebenen in einem Modell: RLS, OLS, CLS, MLS und PLS, inklusive Azure-AD-Gruppenintegration.
Modul ansehen29 Berechnungselemente in einer Calculation Group, 57 DAX-Measures und ein vollautomatisierter Kalender-Konfigurator.
Modul ansehen3.800+ Assets, 31 Custom Themes und 96 vorgefertigte Layouts, damit alle Berichte konsistent und professionell aussehen.
Modul ansehenMermaid-Diagramme, C#-Automatisierungsskripte und vollständige technische Dokumentation statt Wissen im Kopf einzelner.
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